Obwohl es im am 09.04.2025 vorgestellten Koalitionsvertrag der amtierenden Bundesregierung auf Seite 100 heißt: „Den Fonds Sexueller Missbrauch und das damit verbundene Ergänzende Hilfesystem führen wir unter Beteiligung des Betroffenenrats fort.“ und entgegen der Zusage des Fonds Sexueller Missbrauch (FSM) vom 12.03.2025, dass Auszahlungen von bewilligten Leistungen bis 31. Dezember 2028 vorgenommen werden können, werden bereits zugesagte Leistungen für 2026 ersatzlos gestrichen.
Entgegen der Verpflichtung der Bundesregierung, den Fortbestand des FSM zu sichern, stampft sie ihre Zusicherungen ein. Die Verantwortlichen ignorieren ein breites Bündnis von Fachleuten und Verbänden, das sich für die Fortführung des FSM einsetzt, ebenso wie Petitionen und ein Rechtsgutachtens, das zum Ergebnis kommt, dass der FSM rechtskonform weitergeführt werden kann.
Erzwungene Abbrüche laufender FSM-finanzierter Traumatherapien werden bei ohnehin durch interpersonelle Gewalt chronisch traumatisierten Menschen zu Retraumatisierungen führen.
Ob rechtskonforme Fortführung des FSM oder Einrichtung eines Nachfolgemodells, die Lösung des Problems muss schnell kommen. Und es muss allen Beteiligten klar sein, dass das Budget für traumatherapeutische Behandlungen von komplexen traumabezogenen Störungen durch (frühe) interpersonelle Gewalt sehr deutlich aufgestockt werden muss. Das ist die Aufgabe unserer Regierung.
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