TERRE DES FEMMES: Sondervermögen für Frauenrechte

TERRE DES FEMMES fordert mit der Aktion „Es ist Zeit für den feministischen WANDel – für das Sondervermögen für Frauenrechte“ finanzielle Mittel zur Umsetzung von Gleichstellung und Gewaltschutz.

TERRE DES FEMMES hat sich dem Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen verschrieben.
In einem offenen Brief an die Verantwortlichen für die Koalitionsverhandlungen fordert TERRE DES FEMMES die Verankerung von Frauenrechten im Koalitionsvertrag (Link s.u.)
Zu den Forderungen von TERRE DES FEMMES gehört u.a.: genügend Frauenhausplätze, ausreichend Beratungsangebote für Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt, dass nicht mehr jede dritte Frau in Altersarmut leben muss, Alleinerziehenden der Rücken zu stärken, Schwangerschaftsabbrüche und Verhütungsmittel kostenlos, Förderung von geschlechtergerechter Gesundheitsversorgung und gendersensibler Forschung, angemessene und sichere Unterbringung von geflüchtete Mädchen und Frauen in Deutschland, u.a.m. (Link s.u.)

TERRE DES FEMMES: „Eine Politik, die die Kosten von nicht umgesetzter Gleichstellung nicht mitdenkt, wird immer mehr Schulden machen.“

Dauerkrise Gleichberechtigung
Frauen müssen sich jeden Tag wehren: gegen männliche Gewalt, Unterdrückung und stereotype Zuschreibungen. Sie leisten immer noch die meiste unbezahlte Sorgearbeit und verdienen im Schnitt 16% weniger als ihre männlichen Kollegen, sie sind als Alleinerziehende einem hohen Armutsrisiko ausgesetzt und besonders häufig von Altersarmut betroffen. Die Gesundheitsversorgung für Frauen ist unzureichend, so ist u.a. ihr Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben deutlich höher als für Männer. UND: Jeden Tag wird in Deutschland eine Frau von einem Mann ermordet. Frauen verlieren also im schlimmsten Fall ihr Leben oder werden permanent daran gehindert, ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben zu führen. […]

Ein „Sondervermögen“, das sich nicht rechnet
Die Kosten von männlicher Gewalt belaufen sich jährlich auf ca. 63,5 Milliarden Euro. „Mit Gewalt, Unfällen, Sucht, Diskriminierung, Hate Speech und Extremismus dominieren Männer die Statistiken des Abgrunds: (…) sie begehen mit Abstand die meisten Straftaten und belegen deshalb auch 94 Prozent der Plätze in deutschen Gefängnissen. (…) mehr als 80 Prozent der häuslichen Gewalt geht von Männern aus.“ Das sagt Boris von Heesen, Wirtschaftswissenschaftler, der die Mehrkosten errechnet hat, die Männer durch schädigendes Verhalten jedes Jahr verursachen. TERRE DES FEMMES sagt: Männer müssen endlich anfangen sich damit auseinanderzusetzen, dass das Patriarchat auch ihnen schadet.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein strukturelles Problem in unserer Gesellschaft – und weltweit. (Links s.u.)
Es geht um Macht und Kontrolle. Die Häufigkeit von körperlicher, sexualisierter und psychischer Gewalt und Tötungen von Frauen steigt in Gesellschaften, in denen Männer sich unsicher oder bedroht fühlen. Gewalt gegen Frauen geht durch alle Bildungs- und Einkommensschichten, Nationalitäten und Religionen.
Der auffallend große Anstieg von Vergewaltigungen und sexuellem Missbrauch von Kindern während der Corona-Krise ist hinlänglich bekannt.
Männergewalt kostet Frauen nicht nur ihre Selbstbestimmung, sondern auch das Leben. Mit Zunahme von rechtsextremen Strömungen, umso mehr.
In Kriegszeiten explodiert Gewalt gegen Frauen. Vergewaltigungen, Folterungen und Tötungen von Frauen werden überall auf der Welt als Kriegswaffe eingesetzt.
Femizide sind Morde an Frauen aus Hass gegen Frauen. Frauen werden getötet, weil sie Frauen sind. Verharmlosend wird von „Partnerschaftskonflikten mit tötlichem Ausgang“ berichtet.
Toxische Männlichkeit und Frauenhass wurden unlängst Thema im britischen Parlament. Auslöser war die Netflix-Serie „Adolescence“, in der ein13-jähriger Junge ein Mitschülerin tötet. Der Premierminister von Großbritannien Keir Starmer will das Problem ernstnehmen und dagegen vorgehen. „Wir können nicht einfach mit den Schultern zucken.
Wird die Gewaltspirale nicht unterbrochen, wird die Gewalt in die nächste Generation weitergegeben.

Mit der Wand des WANDels will TERRE DES FEMMES sichtbar machen: Gewalt gegen Frauen ist in einer demokratischen Gesellschafft nicht hinnehmbar.

„Zeit für den WANDel – Wir schreiben es auf jede Häuserwand: Ein Sondervermögen für Frauenrechte braucht das Land.“

TERRE DES FEMMES sammelt mit dieser Aktion die Namen von UnterstützerInnen und projiziert diese auf eine prominente Häuserwand, damit jeder sehen kann, was wir jetzt brauchen: ein Sondervermögen für Frauenrechte – verankert in den Zielen der neuen Bundesregierung.
Zeigen auch Sie sich mit Ihrem Namen solidarisch mit jenen, deren Namen keiner kennt, aber die nicht unsichtbar bleiben dürfen: Frauen, die unsere Hilfe brauchen.

Zeit für den WANDel


zum Weiterlesen:

Aktion: „Es ist Zeit für den feministischen WANDel – für das Sondervermögen für Frauenrechte“ – TERRE DES FEMMES (03/2025)

Offener Brief: TERRE DES FEMMES fordert Verankerung von Frauenrechten im Koalitionsvertrag! – TERRE DES FEMMES (03/2025)

Straftaten gegen Frauen und Mädchen steigen in allen Bereichen – Fast jeden Tag ein Femizid in Deutschland – Bundeskriminalamt (11/2024)

Der Fall Pelicot – EMMA (2024 & 2025)

Gewalt durch junge Männer: „Adolescence“ Thema im Parlament: Starmer besorgt – ZDF-heute (03/2025)

Gewalt gegen Frauen in Deutschland 2023 – UN WOMEN Deutschland

Pandemie Männergewalt – EMMA (04/2020)

Zur Leugnung der Machtverhältnisse – EMMA (11/2024)

Kein „Beziehungsdrama“ – Femizide sind gezielte Tötungen von Frauen – WDR (04/2024)

Sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe – M94,5 (05/2024)

Gewalt gegen Frauen: Ursachen und Folgen – medica mondiale

Fonds Sexueller Missbrauch wird abgeschafft – Initiative Traumanetzwerk (03/2025)